Multifunktionsweste, Einsatz, Hüftteil

Erfahrungen und Berichte über Ausrüstung

Multifunktionsweste, Einsatz, Hüftteil

Beitragvon Wolf » 25/2/2013, 12:21

Multifunktionsweste, Einsatz, 5 Farben-Tarndruck für Rechtsschützen, Hüftteil

An dieser Stelle wollen wir das Hüftteil der" Multifunktionsweste, Einsatz, 5 Farben-Tarndruck für Rechtsschützen" vorstellen.
Dabei handelt es sich eigentlich um ein Chestrig, welches hauptsächlich für das KSK entwickelt wurde, gefertigt wird es in vier verschiedenen Tarnfarben und zwar in 5fb Flecktarn, 3fb Flecktarn, wüstentarn und in weiß. Des Weiteren gibt es das Modell für Rechts- und Linksschützen, siehe dazu auch das Datenblatt des BWB: http://daten.bwb.org/AG-Bund/TL/Daten/84150301_e.pdf

Laut TL sieht der Anwendungsbereich wie folgt aus:
"Die Multifunktionsweste, Einsatz, dient der Mitführung der einsatzoptimierten Ausrüstung am Soldaten."


Nachfolgend beschränken wir uns hauptsächlich auf Fotos, die im Einzelnen beschrieben sind.



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Das Chestrig verfügt über drei G36 Doppelmagazintschen, zwei 6er Taschen für 40mm Granaten, eine Tasche für DM25 Nebelwurfkörper, eine Mehrzwecktasche sowie zwei Handgranatentaschen.


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Ansicht von innen.


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In den Seitenteilen befinden sich Einschübe, in denen sich z.B. Kartenmaterial oder eine Pistole unterbringen lässt.


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Die G36 Doppelmagazintasche gefüllt mit zwei gekoppelten, G36 Magazinen. Die Magazine haben in der Tasche ausreichend Platz, so dass sie sich gut entnehmen und auch wieder gut zurückstecken lassen.


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Hier wird ein Problem deutlich, die Abdeckklappen der Magazintaschen sind ein gutes Stück zu kurz, sie überlappt nur ca. 1cm an der Klettfläche, der Druckknopf lässt sich nicht schließen.


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Die Magazintasche gefüllt mit drei Magpul EMAGs für AR15, aufgrund der großzügig geschnittenen Magazintasche passen diese gut hinein, allerdings lässt sich die Tasche nur schließen wenn die die Magazine mit den Geschossspitzen nach vorne in die Taschen gesteckt werden aber auch hier überlappt die Klettfläche nur ca. 2cm.


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Zwei G3 Magazine passen gut in die Magazintaschen, hier lässt sich die Abdeckklappe aufgrund der kurzen Magazine gut und sicher schließen.


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Die Nebeltoptasche im Detail, sie ist wie die G36 Doppelmagazintaschen bemessen, wobei auch hier das Problem mit der zu kurzen Abdeckklappe auftritt, sollte man diese auch mit einem G36 Doppelmagazin bestücken. Ein DM25 Nebelwurfkörper sowie der kleinere DM32 Signalrauchkörper passen sehr gut in die Tasche.


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Eine der beiden Taschen für 40mm Granaten im Detail, neben 40mm Granaten lässt sich die Tasche auch als Mehrzwecktasche benutzen, so passen z.B. auch eine Nachtsichtbrille Lucie, verschiedene Nebel- oder Rauchwurfkörper, Pistolenmagazine oder DM109 Irritationswurfkörper.


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Die beiden 40mm Taschen im gefüllten Zustand, es ist gut zu erkennen, dass man nur schwer an die untere Tasche gelangt wenn die obere Tasche bestückt ist.


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Eine der beiden Handgranatentaschen gefüllt mit einer DM58 Übungshandgranate, auch hier ist die Abdeckklappe zu kurz, der Schnellverschluss lässt sich nur mit Gewalt schließen und das auch nur wenn die HGr mit Bügel nach vorne in die Tasche gesteckt wird.


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Die beiden Etiketten in der Nahaufnahme.


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Die Reißverschlussziehhilefe sowie einige Nähte im Detail.


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Hier kann man einen Trageriemen samt Waffe befestigen, über den Fastexverschluss lässt sich die Waffe vom Tragesatz lösen. Inwiefern das für ein G36 brauchbar ist kann ich nicht sagen, zusammen mit einer MP7 wird es aber wohl gut funktionieren.


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Die Mehrzwecktasche verfügt über einen Schneefang der sich zuziehen und mit einem Kordelstopper fixieren lässt. Eine klassische Feldflasche mit 1l Volumen findet problemlos Platz.


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Alle Taschen verfügen unten über Wasserablaufösen.


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Detailfoto der im Nackenbereich angebrachten Bergeschlaufe.


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Der komplett bestückte Tragesatz in der Gesamtansicht.



Fazit:
Ich habe den obigen Tragesatz nur kurz besessen und kaum genutzt, da er mich einfach nicht überzeugte.
Es ist mir unverständlich wie man die Abdeckklappen der G36 Doppelmagazintaschen so schlecht bemessen kann das man Angst haben muss das die Klappe sich ungewollt öffnet und man die Magazine verliert. Das Gleiche trifft auf die Handgranatentaschen zu, man benötigt beide Hände und viel Kraft um die Tasche mit dem Schnellverschluss zu schließen, wie lange das die Nähte und die Kunststoffteile mitmachen kann man nur mutmaßen.
Des Weiteren hatte ich damit Probleme den Tragesatz vernünftig einzustellen, er schlackerte selbst bei einer engen Einstellung herum, was wohl auch an den beiden vorderen Fastexverschlüssen liegt die den Tragesatz nur mangelhaft fixieren. In einer engen Einstellung wird sogar der Zugriff auf die beiden HGr erschwert, da sich die Taschen direkt gegenüber liegen.

Es bleibt zu erwähnen, dass man sich mit der Entwicklung des Tragestzes schon einige, vernünftige Gedanken gemacht hat, die aber in der Ausführung sowie hauptsächlich an der Bemaßung der Taschen scheitern.

Der Tragesatz scheint sich auch beim KSK nicht durchgesetzt zu haben, es gibt nur sehr wenige Fotos die KSK Soldaten mit diesem Tragesatz zeigen, da wird lieber auf modulare Chestrigs von Lindnerhof Taktik zurück gegriffen, was ich auch nur jedem empfehlen kann der mit der Anschaffung des o.g. Tragesatzes liebäugelt.

Als Anhang noch einige der wenigen, bekannten Fotos, die den hier vorgestellten Tragesatz bei der Benutzung zeigen.



Der vorgestellte Tragesatz beim KSK:
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Wolf

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